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hatte verleiten können, wenn nicht meine Schwieger⸗ eltern auf die Angabe einiger ihrer Domeſtiken hin, ſich ebenfalls eingefunden hätten, und den Schuldigen zu Hülfe gekommen wären. Nach einem Strome von Vorwürfen von Seiten der Alten, welche meinen halsſtarrigen Entſchluß, die Verbindung außzuheben, als die Urſache von allem betrachteten, forderte Graf Schek, daß die Trauung am folgenden Tage ſtatt finden ſollte. Laura lag zu meinen Füßen in Thränen gebadet, aber Axel ſtand vor mir, mit Trotz auf ſeiner Stirne, und Keckheit im Blicke. Ich hatte keine Wahl mehr; denn ich ſah zu gut ein, daß ein fortgeſetztes Weigern nur die unrettbare Schande Laura's mit ſich bringe. Endlich ſprach ich mit hef⸗ tiger Anſtrengung:
„Nun gut, unglückliches Kind, mögeſt Du ihn bekommen; aber bedenke, daß das Glück, welches Du Dir dadurch erzwungen haſt, daß Du Deinen Vater gekränkt und rückſichtslos verletzt haſt, niemals von Dauer werden kann, und Sie, Arel, welcher mich durch eine niederträchtige Handlung haben beſiegen wollen, Sie erregen in meiner Seele eine ſo tiefe Verachtung, daß ich Sie niemals als einen Verwand⸗ ten betrachten kann oder will. Ich bin nicht mehr für Sie Laura's Vater, nicht mehr ein Bruder Ihrer Mutter; ich bin nur General Behrend,— und ver⸗ biete Ihnen mich als einen Verwandten in Anſpruch zu nehmen, weil ich nichts davon wiſſen will, daß es in meiner Familie einen Mann gibt, der ſo ganz und gar ohne alle Ehre iſt wie Sie..
Die Hochzeit fand alſo gegen meinen Willen


