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Er litt an der Eiferſucht, und ſie an einer un⸗ glücklichen Liebe. Leona, welche von einem faſt lei⸗ denſchaftlichen Eigennutz beherrſcht wurde, hatte mit heimlichem Abſcheu den reichen Schwager eine Ehe ſchließen ſehen, welche ihren Sohn um die Erbſchaft brachte, auf welche ſie für ihn gerechnet; ſie weckte zuerſt die Eiferſucht in Heyſe's Herz und ſchürte die⸗ ſelbe mit einer infernaliſchen Geſchicklichkeit, ohne daß eine der beiden Parteien es ahnte. Die Folge war, daß Heyſe Amalia ungerecht und mit Härte behan⸗ delte. Alles, was ſie that, um ihn zu beruhigen, und die Schuldloſigkeit Amalia's zu beweiſen, ſchei⸗ terte an den geheimen Intrignen der Leona. Ich ſprach Amalia ſelbſt, und ſie verſicherte mich unter Thränen, daß ſie zwar den Grafen liebe und es ihm auch geſtanden habe; daß aber nie einen Augenblick ein Gedanke an Betrug gegen dieſen Mann, dem ſie ſo viel Dankbarkeit ſchuldig ſei, in ihrer Seele ent⸗ ſtanden ſei. Ach, gnädige Frau, wenn je die Züge eines Menſchen das Gepräge der Wahrheit trugen, ſo war es bei ihr in dem Augenblicke der Fall, wo ſie dieſe Verſicherung gab. Ich, welcher auch in meinem Innerſten eine thörichte Liebe für ſie nährte, ich hatte nicht weniger als der Mann, von den Qualen der Eiferſucht gelitten; als ich es aber ſie ſagen hörte, da war es unmöglich, an ihren Worten zu zweifeln. Nach dieſer Unterredung gelang es mir, Herſe zu bewegen, gegen Amalia ſelbſt alle ſeine Zweifel auszuſprechen, und das Verhältniß wurde dadurch etwas beſſer. Es ſah jetzt aus, als wenn wieder ſröhliche Tage für ſie beginnen, ja ihnen ent⸗
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