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vier bis fünf Jahren, welchen ihr reicher Schwager, der unverheirathet war, zu ſeinem Univerſalerben auserſehen hatte. Ich war auch verheirathet, aber mit einem Mädchen, das einem der reichſten und mächtigſten Häuſer Baierns angehörte. Vor mir lag eine ruhmvolle Laufbahn, Königsgunſt und Aus⸗ zeichnung. Ich kehre jetzt zu Amalia zurück.
Als wir ſie in Heyſe's Wohnung geſchafft hat⸗ ten, entdeckte ich, daß es die ſchwediſche Geſellſchafts⸗ dame der Gräfin ſei, und theilte es Heyſe mit. Bei ihrem Wiedererwachen phantaſirte ſie und legte dabei ein wahrhaſtes Entſetzen vor der Gräfin an den Tag. Alle Mittel, ſie zu beruhigen und zur Ver⸗ nunft zurückzubringen, waren vergebens. Sie er⸗ krankte an einem heftigen Nervenfieber. Ich ſchlug jedoch vor, daß man ſie zu Hernhjelm's zurückbringen ſollte; aber Heyſe wollte nichts davon hören, weil ſie einen ſolchen Abſcheu vor ihnen zeigte, ſondern gab zur Antwort: Wenn Amalie geſund geworden, ſollte ſie die Gräfin beſuchen, aber bis dahin bliebe ſie unter ſeinem Schutz. Tage und Woche vergingen, während Leben und Tod um das junge Mädchen kämpften; aber das Leben ſiegte und ſie wurde nach und nach geſund. Man hätte jetzt mit ihr davon ſprechen können, zur Gräfin zurückzukehren; aber es war zu ſpät, denn Hernhjelms hatten bereits München verlaſſen.
Sechs Monate darauf war Amalia mit dem Regierungsrath verheirathet.
Bei dieſen Worten fuhr der General mit der
Hand über die Stirne. Heyſe, ein Mann von em⸗


