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Angenehm von der Freude überraſcht, welche Thora bei dem Gedanken an dieſe Begegnung an den Tag legte, beeilte Nina ſich, dem General mit⸗ theilen zu laſſen, daß Thora auf ſeinen Beſuch vor⸗ bereitet ſei und ihn mit Vergnügen empfangen würde.
Etwas ſpäter fand er ſich, von Heinrich begleitet, bei Thora ein. Der General blieb einige Augenblicke ſtehen und betrachtete ſie, während eine Thräne der Rührung in ſeinem ſonſt ſo ſtrengen Auge ſchim⸗ merte.
„Verzeihen Sie, gnädige Frau, mein ſonderbares Benehmen; aber Ihr Aeußeres erinnert mich zu leb⸗ haft an das einzige Weib, welches ich geliebt— an Ihre Mutter,“ ſprach der General.
Thora ergriff ſeine Hand und ſagte:
„O, was habe ich nicht Alles bei Ihnen abzu⸗ bitten!— Ich, welche, ohne es zu wiſſen, Ihrer Tochter ihren Mann, und Ihnen— ſie geraubt habe. Können Sie der Urheberin aller dieſer Lerden ver⸗ zeihen? Ich war nicht vorſätzlich eine Verbrecherin. Und wie ſchrecklich bin ich nicht beſtraft worden!“
Thora vermochte nichts mehr zu ſagen.
„Gnädige Frau, der einzige Schuldige war Arxel; aber der iſt jetzt todt.“
„Ja— gemordet! durch mich!“ rief Thora mit einer Verzweiflung, welche zeigte, daß die Zeit es nicht vermocht hatte, den Schmerz zu mildern, welcher ſie verzehrte. In Thora's Geſicht ſpiegelten ſich Qua⸗ len ab, welche zu groß waren, als daß man ſie mit Worten ſollte beſchreiben können.


