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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
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mir. Noch mehr. Ich habe der Urheberin von all dieſem Kummer, der ſo manches Herz vernichtet hat, verſprochen, daß ſie, bevor ſie vor einen höheren Richter tritt, zu den Füßen der unglücklichen Frau Liljekrona um Verzeihung betteln darf.“

Der General machte dabei eine Bewegung mit der Hand und deutete auf ſeine Begleiterin, die mit geſenktem Haupte in einiger Entfernung ſaß; ihr Geſicht wurde ſo vollkommen beſchattet, daß Heinrich die Züge nicht unterſcheiden konnte.

„Und endlich,“ fuhr der General fort,„habe ich ſelbſt einige Mittheilungen zu machen.“

In demſelben Augenblicke trat ein Bedienter ein und ſagte:

„Die Frau Gräfin befahl mir, dem Herrn Doktor zu ſagen, daß Graf Falkenhjelm und Frau Liljekrona eben jetzt angekommen ſind.“

Heinrich warf einen unruhigen Bück auf den General.

Die fremde Dame ſprang auf und rief:

„O, mein Gott, Thora!“ und dabei hob ſie ihren Kopf ſo weit in die Höhe, daß der Lichtſchein auf ihre Züge fiel.

Der Doktor trat ihr überraſcht ein paar Schritte entgegen und ſtammelte, kaum ſeinen eigenen Augen trauend:

„Cordula! iſt es möglich?“

„Herr Doktor,“ fiel der General ein,„laſſen Sie Ihre Verwunderung bei Seite, es wird Ihnen bald Alles klar werden. Erweiſen Sie mir die aus⸗ gezeichnete Güte, bei Graf Oernhjelms Familie um