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nach einer Trennung von drei Jahren Thora wieder zu ſehen,“ bemerkte Nina gerührt.
Jetzt trat Graf Hugo, einen offenen Brief in der Hand haltend, herein.
„Wir können jeden Augenblick Onkel und Thora erwarten. Er ſchreibt, daß ſie zu gleicher Zeit mit dieſem Briefe abreiſen,“ ſagte der Graf und küßte Nina.
Einige Augenblicke darauf meldete der Bediente, daß zwei Reiſende eine Privatunterredung mit Doktor Adler wünſchten.
Heinrich bat den Bedienten, die Fremden auf ſeine Zimmer zu führen und ging ſelbſt kurz darauf fort, nachdem man ſeine Berwunderung über dieſen Beſuch geäußert, da Heinrich ſeine Stelle noch nicht angetreten hatte.
Als der Doktor in ſeine Zimmer hinaufkam, fand er dort einen älteren Herren und eine Dame, deren Antlitz durch eine tief über daſſelbe herunter⸗ gezogene Reiſehaube verborgen wurde.
„Entſchuldigen Sie, daß wir kommen und Sie
ſtören; aber Kummer und Gewiſſensbiſſe verſtehen es ebenſo wenig, wie eine Krankheit, die paſſende Gele⸗
genheit abzuwarten,“ ſagte der Fremde.„Ich hoffe,“ fügte er hinzu,„daß Sie, obgleich wir uns nur ein paarmal geſehen, doch mich wieder erkennen werden, denn unſer erſtes Zuſammentreffen war mit Ereig⸗ niſſen von ſo aufrührender Natur begleitet, daß ſie nie vergeſſen werden können.“
„Herr General, Sie ſind mir unauslöſchlich in der Crinnerung geblieben. Aber, auf welche Weiſe kann


