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„Fuhr der Lieutenant mit?“
Die Thränen Thora's floſſen jetzt reichlich.
„Nein, er ging vor Kurzem fort und wollte mit ihnen an der Logardslandung zuſammentreffen, hörte
ich den Kapitän ſagen.“
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„Du haſt keinen Brief für mich?“ ſchluchzte Thora.
„Nein.“
Heinrich beſuchte ſie ſowohl Vor⸗ als Nachmittags; aber ohne ſie tröſten zu können.
Gegen acht Uhr Abends ſchlief Thora ein, nach⸗ dem ſie ſich buchſtäblich in den Schlaf geweint. Sie wurde indeſſen bald durch das heftige Oeffnen der Thüre des Schlafzimmers und durch raſche Schritte, welche ſich ihrem Zimmer näherten, das innerhalb des Schlaf⸗ zimmers lag, geweckt. Eine heimliche Ahnung ſtieg raſch in Thora auf; es war nicht der langſame, ſchwere Gang Lotta's und auch nicht die abgemeſſenen Schritte Heinrichs, es war irgend ein Anderer, könnte er es wohl ſein?— Thora wagte kaum zu athmen— die Thüre flog auf und ſie rief:
„Axel!“
„Ja, Dein Axel! welcher lieber ſein Leben dahin gegeben hätte, als länger ſo leben, ohne Dich zu ſehen. O, Thora, mein göttliches Mädchen! Wie konnteſt Du denn glauben, daß ich von Dir fortreiſen würde!“
So ſprach Axel, an Thora's Seite niederknieend, während ſie glückſelig lächelnd ſeine ſchwarzen Locken ſtreichelte.
Nachdem die erſten Ausbrüche des Entzückens ſich gelegt, ſprach Axel:


