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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
Entstehung
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und dem. Zuſammenſein mit Arel entgegengeſehen; aber jetzt kam die Krankheit und ſtellte ſich wie höhnend zwiſchen ſie und die erwartete Freude.

Als Heinrich von der Majorin begleitet Thora verlaſſen hatte, brach ſie in ein heftiges Weinen aus

und ſeufzte

„Es iſt jetzt bald eine ganze Woche her, daß ich Axel nicht geſehen!— O Gotti— Laß mich lieber ſterben, als getrennt von ihm leben!“

„Weiſten Sie nicht, Mamſell Thora,“ flüſterte Lotta, das Kammermädchen, und alles in allem bei der Majorin, welches unbemerkt hereingekommen war. „Ich habe etwas, was Sie beruhigen wird.“

Sie zog ein kleines Billet aus der Taſche.

Thora ſchrie laut 4 vor Freude und riß das⸗

ſelbe an ſich. „Zeigen Sie es nicht der Majorin!“ warnte

Lotta und ging ihrer Wege. Der Brief war von Axel und mit Sehnſucht,,

Liebe, Verzweiflung und Gott weiß mit was allem angefüllt.

Während Thora, den Brief an ihrem Herzen, von Arxel träumte, ſaß er ſelbſt in ſeinem Kabinet, den Kopf auf die Hand geſtützt, und blickte düſter auf

einen vor ihm liegenden Brief. Sein Geſicht war bleich, die Augen flammten