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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
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lichkeit in ihrer ganzen Bitterkeit erblicken wirſt; komme dann auch und ſpreche von Deinem Vertrauen zum Lenker der Welt,“ bemerkte Cordula und ging ihrer Wege.

Wir verſetzen uns in den Wonaleytenber und führen den Leſer in das Haus der Majorin in der Regierungsſtraße ein.

In dem kleinen Vorgemach ſißen die Majorin und die drei Mädchen.

„Nun, Nina, wie befindeſt Du Dich bei Hein⸗ rich?“ fragte Frau Alm.

„Sehr wohl, gute Tante, beſonders ſeit mein Engagement beim Königl. Theater eine abgemachte Sache iſt.“

„Was ſagſt Du?“ rief die Majorin und ſchlug die Hände zuſammen,„wirſt Du Sängerin werden, Du ſcherzeſt wohl?“

„Nein, meine geliebte Tante, in vier Wochen debütire ich.“

„Aber bedenke doch, daß Du Actrice wirſt!“

„Hat nichts zu bedeuten, wenn man ſonſt eine ehrüche Perſon iſt“

„Wie ehrenhaft Du auch ſein magſt, ſo biſt Du doch ohne alles Anſehen vor der Welt; denn Du gehörſt zu der Anzahl derjenigen Men⸗

Schwartz, Die eidenſchaften. 4

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