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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
Entstehung
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zwiſchen ihnen eine große Aehnlichkeit. Arxel begrüßte den Fremden faſt furchtſam.

„Du haſt Dich drei Monate in Schweden aufge⸗ halten; ſind Deine Nachforſchungen Dir noch nicht ge⸗ glückt?“ fragte der Fremde auf deutſch.

Axel erröthete bei dem Gedanken, daß er während dieſer Zeit nichts ausgerichtet, ſondern ſie nur dazu benutzt habe, ſich ſeiner Leidenſchaft für Thora hinzu⸗ geben.

„Du ſchweigſt— vielleicht willſt Du aus ſchmutzi⸗ ger Habſucht gleich Deiner Mutter das arme Weib um ihr Recht beſtehlen? Du haſt indeſſen jetzt weit mehr, als Du bedarfſt.“

„Meine Nachforſchungen ſind bis jetzt ohne Er⸗ folg geweſen. Auf den gegen mich gerichteten Verdacht glaube ich nicht nöthig zu haben zu antworten,“ fiel Axel bleich vor Zorn ein.

Die Arme über die Bruſt gekreuzt betrachtete ihn der Fremde. Ein bitteres Lächeln ſpielte um ſeine Lippen.

„Willſt Du von mir erfahren, womit Du dieſe drei Monate Deine Zeit hingebracht haſt?

„Das wäre amüſant genug,“ antwortete Axel trotzig.

„Damit, daß Du einem jungen Mädchen die Cour machteſt, um es wo möglich zu verführen.“

„General!“ rief Axel.

„Beruhige Dich,“ fuhr der General fort, und legte ſeine Hand auf ſeine Schulter.„Du ſtehſt ſo tief in meiner Achtung, daß Deine Handlungen mir

gleichgiltig ſind. Ich komme nicht, um im Ramen