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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
Entstehung
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glücklich, und will nur noch hinzufügen, daß ich, ſobald ich im Herbſt auf einen kurzen Beſuch zu Hauſe in München geweſen bin, bei meiner Rückkehr hier ſofort um die Hand Thora's anhalten werde, welches ich, we⸗ gen der Beilegung eines Familienzwiſtes, bis dahin verſchieben muß. Darf ich es wagen, zu hoffen, daß Tante dieſen Aufſchub meiner theuerſten Hoffnungen zugeben werden?“

„Ueberzeugt, daß Thora mit Dir vollkommen glücklich werden kann, halte ich es für meine Pflicht, Deinem Wunſche entgegenzukommen,“ antwortete die Majorin ganz ſanft.

Als Axel und die Majorin zu den Uebrigen zu⸗ rücktehrten, ging Erſterer hin zu Nina und bemerkte:

„Jetzt ſteht es Ihnen frei mit der Majorin zu ſprechen.“

„Gott gebe, daß ich Unrecht hätte; ich wünſche nichts höher, als Ihnen trauen zu können; aber eine heimliche Ahnung ſagt mir, daß Sie das Unglück Thora's ſind.“

Hier wurde das Geſpräch von Arel's Bedienten unterbrochen, welcher meldete, daß ihn Jemand ſuche. Arel entſchuldigte ſich und eilte fort.

In ſeinem Zimmer angekommen, fand Axel dort einen hochgewachſenen Mann in mittlerem Alter, mit einem ernſten und ſtrengen Geſichte. Es beſtand jedoch