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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
Entstehung
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etwas, was Onkel auch hoffte, daß er bald werden werde, und daß in Folge deſſen alle Titel wegfielen. Der Toaſt wurde von Mehreren gefällig aufge⸗ nommen.

Als aber Cordula ihr Glas an die Lippe bringen ſollte, ließ ſie es fallen.

Mit einigen herzlichen und verbindlichen Worten beantwortete Axel den Toaſt, worauf er ſich der Ma⸗ jorin näherte, ihre Hand ehrfurchtsvoll an ſeine Lip⸗ pen führte und mit leiſer Stimme ſagte:

„Durch die Worte veranlaßt, welche dem Kapi⸗ tän entfielen, wage ich meine gnädige Tante zu er⸗ ſuchen, ihr einige Worte unter vier Augen ſagen zu dürfen, während wir eine kleine Promenade im Garten machen.“

„Gern,“ antwortete die Majorin, nahm ſeinen Arm und wanderte den Hügel hinab.

„Ich bekam nämlich von Mamſell Nina ſcharfe Vorwürfe, weil ich mich noch nicht gegen meine gnädige Tante über meine Abſichten in Beziehung auf Thora erklärt hätte, und ich befürchte in der That ſelbſt, daß mein Schweigen Tante ſonderbar verkommen möchte; ich wünſche deßhalb daſſelbe zu brechen, bevor eine we⸗ niger wohlwollende Perſon die Sache auf eine ſchiefe Weiſe darſtelle und mir dadurch ſchade.“

„Lieber Axel, etwas Detartiges brauchſt Du gar nicht zu fürchten. Ich ſchmeichle mir, genügende Menſchenkenntniß zu beſitzen, um, ohne den Beiſtand Anderer, meine Umgebung und folglich auch Dich be⸗ urtheilen zu können.“

„Ich fühle mich bei dieſem edlen Vertrauen