voll von Obſt und Körben. Thora lag, auf den Ellbogen geſtützt, auf dem Raſen und an ihrer Seite befand ſich Axel. Man kann ſich unmöglich eine ſchönere Gruppe denken, als dieſe beiden Liebenden. Ihnen gegenüber ſaß auf einer Bank Nina und unterhielt ſich mit Lilje⸗ krona.
„Thora, ich werde von Sehnſucht und Eiferſucht verzehrt. Ich leide, ich bin unglücklich, weil ich Dich nicht beſitze; ich kann nicht zu mir ſelber ſagent jetzt iſt ſie die Meinige, einzig und allein die Meinige. Wann, o wann wird der Tag kommen?“
Mit einer von der Leidenſchaft bewegten Stimme flüſterte Axel dieſe Worte.
„Wie, mein Axel, bin ich nicht Dein von meiner ganzen Seele? Gibt es denn irgend einen Winkel in meinem Herzen, der nicht ausſchließlich Dir gehört?“ fragte Thora und ſah ihn mit einem reinen, zärtlichen Blicke an.
„Ach, Thora, Deine Liebe iſt doch nicht glühend wie die meinige, weil Du nicht begreifſt, daß ich noch viel zu wünſchen und Du viel zu geben haſt. Man kann viel mehr lieben, als Du, und das thue ich.“
„Gott weiß es, daß es mir doch bisweilen ſo vor⸗ kommt, als wäre Deine Liebe mehr egoiſtiſch, als die meinige. Gibt es denn Etwas, das Du von mir fordern könnteſt, welches ich Dir nicht ſofort gewähren würde, ſofern es in meiner Macht ſteht.“
Ein Blitz der Leidenſchaft leuchtete bei dieſer Ant⸗
wort Thora's aus Axel's Augen und verbreitete eine Gluth über ſein ganzes Geſicht; als er aber ihrem unſchuldigen und vertrauensvollen Blick begegnete, zog
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