Am Abend deſſelben Tages ſaß die Majorin Alm in dem hübſchen Hofe, als ihre Schwägerin, die Frau Kämmerin Grill mit ihrem Sohn Knut und einem fremden jungen Mann zum Beſuch kam.
err Emil Liljekrona, Künſtler und agregirt bei der Akademie der freien Künſte ꝛc. wurde von Frau Grill vorgeſtellt.
Nachdem verſchiedene Complimente gewechſelt und einige Erfriſchungen ſervirt worden waren, wandte ſich Liljenkrona an Nina und Thora und ſagte:
„Ich muß Sie um Verzeihung bitten für die unge⸗ ſchickte Weiſe, auf welche ich geſtern das Fährboot ſteuerte.“
„Aber Herr Liljenkrona konnte ja nichts dafür,“ antwortete Thora lächelnd.
„Mamſell Falk deuten auf die unpaſſende Weiſe, auf welche ich mich entſchuldigte, und doch lag einige Wahrheit darin; denn der Fehler war nicht der mei⸗ nige allein.“
„Weſſen denn?““.
„Der Ihrige, meine Gnädige!“ antwortete Liljen⸗ trona lachend zu Thora's Verwunderung.
„Der meinige? Aber, mein Gott, ich hatte ja nichts mit dem Steuerruder zu thun.“
„Sie waren dort, und dieſer Umſtand war Schuld an der ganzen Unordnung; denn wie war es möglich, die Augen nur auf den Curs zu richten, den das Boot nehmen ſollte.“
„Das iſt eine Entſchuldigung, die durchaus
nicht angenommen werden kann,“ antwortete Thorg
erröthend, und hüpfte fort und zu Knut hin.


