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Die Leidenschaften : eine Erzählung / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventkow
Entstehung
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aufzuheben; beſonders da die Feindſeligkeit von einer ſo hübſchen Dame eröffnet worden iſt.“ „Es iſt alſo abgemacht, daß wir unſer Beſtes

thun ſollen, einander zu haſſen?“ 3

Durchaus nicht! Ich behaupte, daß Mamſell Ad⸗ ler mich nicht haſſen kann, und Sie das Gegentheil; darauf bezieht ſich der Streit. Aber iſt es wirklich wahr, daß der Brief, den ich Ihnen von Doktor Adler überbrachte, Sie zu einem ſo raſchen Aufbruch ver⸗ anlaßte?“ „Oh, es iſt nur die Rede von einer Reiſe aufs Land von einigen Tagen,“ antwortete Nina.

Spät Abends ſaßen die drei Mädchen zuſam⸗ meu in ihrem gemeinſchaftlichen Schafzimmer.

„Nun, Mina, wie gefällt er Dir?“ fragte Thora eifrig. „Er iſt wirklich hübſch; aber mein Ideal würde er trotzddem nie werden, denn unter dem ſchönen Aeu⸗ ßeren wohnt eine egoiſtiſche Seele.— Er hat etwas Unheilverkündendes.“

„Wie doch Nina ſchwätzt!— es wohnen Treue und Ghre in ſeinem Blick,“ rief Thora hitzig;„oder was meinſt Du, Cordula?“

„Er iſt mehr als hübſch; denn er iſt ganz ge⸗ fährlich, Thora!“ antwortete Cordula mit Nachdruck. „Iyr ſeid alle beide närriſch.“