merkte,
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ſtrengung führte ſie die Hand über die Stirne, als wollte ſie irgend eine widrige Erſcheinung verſcheu⸗ chen. Sie athmete kurz und raſch; aber dieſer aufge⸗ regte Zuſtand dauerte nur einige Sekunden, dann ſtand ſie auf und bemerkte in einem entſchloſſenen Tone gegen Thora:
„Ich gehe, um Tante davon in Kenntniß zu ſetzen, daß wir Fremde bekommen, denn in der Droſchke ſehe ich Frau H. und ihre Schweſter.“
Sie ging den Hügel hinunter nach dem Wohn⸗ hauſe.
Eine Stunde ſpäter war die ganze Geſellſchaft im Hofe unter den großen Lindenbäumen verſammelt, wo einige Erfriſchungen von Cordula ſervirt wurden.
Kapitän Ahlrot, der Bruder der Majorin, war ein kleiner Mann mit röthlichem Geſichte, wohlwollend, jovial und beweglich, im Alter von ungefähr einigen und fünfzig Jahren; er war dienſtfertig, mitleidig und ohne Mißtrauen.
Lieutenant Axel Behrend entſprach vollkom⸗ men dem Bilde, welches Thora von ihm entworfen.
Er converſirte eine Weile mit der Majorin und den übrigen Damen; näherte ſich aber bald Thora, welche in einiger Entfernung von den Andern auf einem Gartenſtuhl ſaß.
„Mit Worten läßt es ſich nicht ſchildern, wie unendlich lang dieſe Tage geweſen, welche ich zugebracht habe, ohne Sie zu ſehen,“ ſagte der Lieutenant und ſetzte ſich. 3
a erröthete, ſchlug die Augen nicder und bes irgend etwas zu ſagen: 7


