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Geſicht während irgend eines entſetzlichen Ereigniſſes verſteinert; jedoch lag darin kein Schmerz, ſondern nur eine kalte und verſchloſſene Düſterkeit, welche einem wolkenbedeckten Himmel in einer Herbſtnacht vor dem Ausbruch eines Sturmes glich. Ihr Ausſehen con⸗ traſtirte auf eine auffallende Weiſe mit dem heiteren, jugendlichen und ſorgloſen Weſen der anderen Mädchen.
Nachdem Cordula Nina gegrüßt, nahm ſie ſtill⸗ ſchweigend neben ihr Platz.
„Wo biſt Du geweſen, Cordula, ich vermißte Dich bei meiner Heimkehr?“ fragte Thora freundlich.
„Oh, das glaube ich kaum,“ antwortete Cordula mit einer gewiſſen Bitterkeit im Tone;„warum ſoll⸗ teſt Du mich vermiſſen? Uebrigens bin ich da unten im Hauſe geweſen und habe Papa's Zimmer in Ord⸗ nung gebracht.
„Und auch Lieutenant Behrends?“
„Das glaubte ich, daß Du ſelbſt thun wür⸗ deſt, liebe Thora.“
Hier wurde das Geſpräch durch zwei Herren zu Pferd unterbrochen, welche die Allee im Galopp hinauf⸗ kamen. Hinter ihnen fuhr eine Droſchke, in welcher ein Paar Damen ſaßen.
„Siehſt Du, Nina, dort kommt er mit Onkel.“
Nina richtete ihre Augen auf die Reiter, welche am Ende der Allee ihre Pferde anhielten.
Niemand gab in dieſem Augenblick auf Cordula Acht; aber ihr Geſicht nahm, als ſie ihren Blick auf die Ankommenden heftete, einen faſt n Schmerzensausdruck an. Mit einer gewaltſamen An⸗


