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am nächſten Sonntage zum erſten Mal aufgeboten würde und den Wunſch geäußert hätte, Carl vor ihrer Abreiſe aus Schweden noch einmal zu ſehen.
„Sollteſt Du nicht im Sinne haben, ſchloß Sylvia ihren Brief,„zu Gerda's Hochzeit zu kommen und derſelben anzuwohnen, um mit uns andern für ein Glück zu beten, das ſie ſo ſehr verdient hat? Ich weiß, Carl, daß deine Gegenwart bei dieſer Ver⸗ anlaſſung Gerda eine wahre Freude bereiten würde, und deßhalb kehre ſchnell zurück; darum bittet.
„Sylvia.“
An dem darauf folgenden Sonntag wurden in der St. Jakobskirche aufgeboten: Profeſſor, Ritter Richard Schneider und die tugendſame Jungfrau Gerda Ahrnell.
An einem Pfeiler der Kirche lehnte ein junger Mann von bleichem und genialem Ausſehen und lauſchte mit geſpannter Aufmerkſamkeit jedem Worte aus dem Munde des Geiſtlichen, als derſelbe die Namen verlas und den Segen ausſprach. Es war, als ſuche er die Worte ſeiner Seele einzuprägen, um ſich damit zu verſöhnen. Als der Geiſtliche ſchwieg, ſeufzte der junge Mann und ſprach bei ſich:
„Fahr wohl, mein Traum von Glück, den ich ſieben Jahre feſtgehalten habe. Fahr wohl, Du trügeriſche Hoffnung, die mich verleitete, an die Zu⸗ kunft und an einen Wechſel ihrer Gefühle zu glauben! Mag ſie glücklich werden, das iſt die Hauptſache.“
Die Orgel ertönte, die Leute zogen aus der Kirche ab.
„Guten Tag und willkommen!“ flüſterte eine ſanfte


