Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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XVI.

Der September nahte ſich ſeinem Ende. Es war einer der letzten Tage, und die Sonne ſchien hell und die Luft war mild, als Richard ſeinen Fuß wieder auf vaterländiſchen Boden ſetzte und dießmal am Strande von Stiefmutter, Schweſter und Braut em⸗ pfangen wurde.

Glück und Freude leuchteten aus allen Geſichtern; das von Sylvia zeigte jedoch verhältnißmäßig am wenigſten Heiterkeit, denn hinter dem freundlichen Lächeln verſteckte ſich eine gewiſſe Wehmuth, und auf die bildſchönen Züge war ein leichter Schatten von Kummer gefallen.

Edith hatte bemerkt, daß ihr Liebling nicht ſo munter wie vordem war, aber ſie machte keine Fragen, wohl wiſſend, daß Mädchen in Sylvia's Alter nicht gern mit ihren Herzensleiden herausrücken. Die kluge und aufmerkſame Edith ahnte, wodurch dieſe Verän⸗ derung bei Edith hervorgebracht wurde, und eben darum ſchwieg ſie.

Carl reiste noch immer in Schweden herum. Er ſchrieb oft an Edith, bisweilen auch an Sylvia, ſchil⸗ derte die verſchiedenen Gegenden, welche er beſuchte, ſprach aber nie davon, wann er zurückkehren würde, und erwähnte ebenſo wenig Gerda's Namen. In dem letzten Briefe hatte er jedoch derſelben gedacht. Er fragte, wann ihre Hochzeit gefeiert würde.

Einige Tage nach Richards Heimkehr ſchrieb Sylvia an Carl. Sie theilte ihm mit, daß Gerda