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rehren und dann ſeine Hochzeit mit Gerda halten. Nach derſelben wollten ſie eine Reiſe nach Italien unternehmen und ein Jahr fort bleiben.
Während man in dem alten, wohlbekannten Salon ſaß, wo Richard zum erſten Mal die kleine Gerda geſehen hatte, und von der Zukunft redete, trat Carl ein, welcher von Edith als ein Verwandter betrachtet und behandelt wurde. Der berühmte Bildhauer ſchien auch die Freundſchaft, deren er von Seiten Ediths und Sylvia's ſich zu erfreuen hatte, höher als alle Auszeichnungen und Triumphe zu ſchätzen, welche ſein Talent ihm verſchaffte. Sein Angeſicht drückte bei allen den Feſten, die man ihm zu Ehren arrangirte, niemals ſo viel Wohlbehagen und Zufriedenheit aus, als in dem Augenblick, da er bei Edith eintrat und von ihr und Sylvia mit einem herzlichen Willkommen begrüßt wurde.
Die im Grunde milde Gemüthsart, friſche Laune und lebendige Geiſtesthätigkeit des Bildhauers be⸗ wirkte, daß, wenn auch ſein Herz die zerſtörte Hoff⸗ nung auf die Freuden des Lebens in ſich barg, er dieß gleichwohl ertrug, ohne den Kummer darüber aus ſeinen ſeelenvollen Augen hervorſchauen zu laſſen. Die einzige Perſon, gegen welche Carl eine gewiſſe innere Abneigung zu hegen ſchien, obwohl er dieſelbe immerdar bemeiſterte und ſtets die Achtung, welche man einem ausgezeichneten Manne ſchuldig iſt, an den Tag legte, war Richard. Auch dieſer hatte eine ge⸗ wiſſe Zurückhaltung beobachtet, welche indeſſen nie⸗ mals auf ſeine Artigkeit gegen den berühmten Künſt⸗ ler einwirkte.
Carls ganzes Weſen hatte jedoch mehr Anziehen⸗


