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laſteter Mann iſt? Welchen Theil haſt Du an ſeinem Verbrechen? Keinen. Siehſt Du denn nicht ein, daß ich ſelbſt, ein Kind der Arbeit, ſtolz darauf ſein werde, zur Gatttin eine Frau zu haben, welche durch ſich ſelbſt über Armuth und ein trauriges Geſchick ſich emporgeſchwungen hat? Nein, Gerda, vor der Welt biſt und bleibſt Du immer die ausgezeichnete Künſt⸗ lerin, mir gegenüber eine ungewöhnliche und liebens⸗ würdige Frau. Fort alſo mit allen Skrupeln, fort alſo mit Allem, was ſich zwiſchen uns und unſer Glück ſtellt.“
Die Liebe beſitzt immer die Macht, ſiegreich aus dem Streit mit unſern Bedenklichkeiten hervorzugehen.
All die Glückſeligkeit, welche ſie verſpricht, erſcheint ſo ſicher, daß wir nicht den Muth beſitzen, ſie von uns zu ſtoßen. Gerda hatte allzu innig, allzu treu und ausſchließlich geliebt, als daß nicht das Gefühl ſich zum Herrn über ihre Bedenllichkeiten hätte machen ſollen.
XIII.
Am Tage darauf ſtellte Richard ſeine Verlobte Edith vor.
In dem kleinen Familienkreiſe wurde eine jener glücklichen Stunden gefeiert, wo alle der Freude des Augenblicks genießen, ſo daß die düſtern Ereigniſſe, welche vorgefallen waren, vor dem Frieden, der das Herz erfüllte, gewiſſermaßen erbleichten und in Ver⸗ geſſenheit geriethen.
Es wurde beſchloſſen, Richard ſollte in der nächſten Woche nach England gehen, auf den Herbſt zurück⸗


