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allein tragen muß, ohne es Dir auf deiner glänzen⸗ den Laufbahn anzuhängen.“
„Deine Handlungsweiſe Gerda, iſt entweder der Kulminationspunkt von Hochherzigkeit oder von Kalt⸗ ſinn. Wie kann man lieben und für dergleichen welt⸗ liche Dinge des Lebens größtes Glück aufopfern wollen? Biſt Du nicht ſchon einmal früher im Begriff geweſen, mein Leben zu zerſtören? Willſt Du es zum zweiten Mal thun, aber dießmal ſo vollkommen, daß nicht einmal die Trümmer davon zu retten ſind? Begreiſſt Du nicht, daß wenn ein Mann wie ich liebt, es für das ganze Leben geſchieht? An dich allein iſt mein Gefühl ausſchließlich gefeſſelt worden. Zu Dir allein ſteht mein Glaube und meine Hoffnung. Brich dein Wort um ſolcher exaltirten Phantaſien willen, und Du haſt mir Alles geraubt, was dem Leben Werth gibt. Höre mich an, Gerda! Eine Frau, welche gleich Dir unter Armuth, Mißgeſchick und tauſend Schwierigkeiten ſich zu einer Stellung im Leben, wie die deinige, emporgearbeitet und die Achtung und das Anſehen gewonnen hat, dergleichen Du genießeſt, kann dieſer Güter nicht durch Fehler oder Miſſethaten ver⸗ luſtig gehen, deren dein Vater ſich ſchuldig gemacht hat. Siehſt Du, Gerda, der Name, den wir durch eigenes Verdienſt uns gemacht, die Achtung, die wir durch unſere Tugenden erworben haben, kann uns auf keine Weiſe entriſſen werden, ſo lang wir ſelbſt ſie durch ein untadelhaftes Leben aufrecht erhalten. Somit haftet an Dir kein Schatten, denn Du biſt von der Glorie umgeben, welche Arbeit und Tugend verleihen. Glaubſt Du denn, daß meine Liebe er⸗ ſterben kann, darum weil dein Vater ein ſchuldbe⸗


