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mein nennen und deine Intereſſen zu den meinigen machen.
„Ach, Richard, ich fürchte, das wird niemals der Fall ſein,“ ſagte Gerda mit einem ſo traurigen Lächeln, daß es ſchien, als ſpreche ſie aus Ueberzeugung.
„Niemals?“ wiederholte Richard heftig,„und wa⸗ rum? Iſt alſo deine Liebe erloſchen?“
„Nein, Richard, ſie wird nicht einmal mit meinem Leben erlöſchen, aber gerade darum kann ſie mir auch niemals irdiſches Glück bringen, weil ich auf dein Haupt alle die Demüthigung herniederziehen würde, welche an meines Vaters Namen ſich heftet.
„Und wie könnteſt Du, meine ſtolze, meine hoch⸗ geſinnte Gerda das thun?“
„Richard, erinnere dich der uns nächſtliegenden Ereigniſſe. Mein Name iſt in eine Mordgeſchichte ver⸗ wickelt. Ich bin die Tochter eines Mannes, von dem Jedermann weiß, daß er in Doppelehe gelebt, und von dem mir bekannt iſt, daß er ſich noch eines gröbern Verbrechens ſchuldig gemacht hat.“
Gerda verbarg das Angeſicht in den Händen und ſetzte in erregtem Ton hinzu:
„Bei der Kunde davon, wie ſchuldbelaſtet er war, hieße es ein Verbrechen gegen Dich, der durch eigene Kraft und eigene Arbeit ſich emporgeſchwungen hat, wenn ich mein Schickſal mit dem deinigen vereinigen wollte. Der Schatten des Verbrechens iſt auf meine Perſon gefallen; all mein Streben, alle aufgewendete Arbeit, mir einen geachteten Namen zu erwerben, iſt vergeblich geweſen, denn die Miſſethat des Vaters hat das Gebäude, das ich aufgeführt, niedergeriſſen. Es iſt ein großes Unglück, aber ein Unglück, das ich


