Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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er wieder an Vord war und nach Mr. Bernard fragte. Derſelbe hatte aber, lautete die Antwort, nicht auf dem Schiff übernachtet. Carl begab ſich nach dieſem Beſcheid zu Niſſe. Der ehrliche Schuh⸗ macher war ſchon ausgegangen. Wohin, wußte Louiſe nicht; nur ſo viel konnte ſie angeben, daß er ſpät heim⸗

gekommen ſei und ſich wieder frühe aufgemacht habe.

Er hatte bekümmert ausgeſehen, meinte Louiſe.

Carl blieb bei Louiſe, um auf den Bruder zu warten und mit ihm zu berathſchlagen, was weiter geſchehen ſollte, damit Gerda vor einem neuen Unglück geſchützt würde.

Ein paar Stunden vergingen, ohne daß Niſſe erſchien. Carl hielt es darum für das Klügſte, ſich wieder nach dem Dampfſchiffe zu begeben und nach Bernard zu erkundigen. Unter der Hausthüre ſtieß er auf Niſſe.

„Weiß Du ſchon, was heute Nacht ſich zugetragen hat?“ fragte Niſſe.

„Hat Gerda irgend ein Unglück betroffen?“ rief Carl.

„Nein, ich möchte es eher ein Glück nennen, wenn man es wagen dürfte, ein ſchreckliches Ereigniß mit dieſem Namen zu bezeichnen. Ahrnell iſt ermordet worden, und zwar in der Tochter Hauſe, in deren Abweſenheit.“

„Ermordet?“ wiederholte Carl, den Bruder an⸗ ſtarrend..

„Komm', laß uns hinaufgehen, und ich will Dir

dann erzählen, was vorgefallen iſt.“ Niſſe und Carl ſtiegen wieder die Treppe hinauf, und nachdem jener Frau und hatte,