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reich war und mit vollen Händen Gold ausſtreute, ſo wurde es ihr leicht, deſſen Hülfe und Stillſchwei⸗ gen zu erkaufen; denn ſie wollte es vor Ahrnells Tochter geheim halten, daß ſie die Verhältniſſe ihres Vaters auszuforſchen wünſchte. Sie hatte gerade oben genannte Aufklärungen erhalten, als am Samstage vor dem Mord Mr. Bernard ſich im Hotel einfand und nach Miſtreß Owenſon erkundigte.
„Ein heftiger Wortwechſel hatte bei ihrer Begeg⸗ nung ſtattgefunden, ſchien jedoch mit einer freundlichen Uebereinkunft zu endigen. Am Sonntag Nachmittag war Bernard wieder bei Mrs. Owenſon eingetroffen; ſie hatte ſich mit ihm eingeſchloſſen, und man konnte im Hotel nicht angeben, wann er ſich entfernt habe. Um zehn Uhr Abends hatte die Engländerin geklingelt und eine Zeitung begehrt; hernach Befehl gegeben, Alles zu ihrer Abreiſe auf den folgenden Tag in Ordnung zu bringen, da ihre Abſicht wäre, um zwölf Uhr nach Gothenburg abzugehen und ſich von dort nach England einzuſchiffen. Am Montag Morgen fand ſich der Juriſt bei ihr ein und meldete, der Ahrnell, nach welchem ſie geforſcht habe, ſei in der
Nacht ermordet worden. Auf Miſtreß Owenſon hatte
dieſe ſchreckliche Nachricht tiefen Eindruck gemacht. Ihre Reiſe mußte aufgeſchoben werden; und aus den Papieren des Ermordeten erfuhr man, daß Miſtreß
Owenſon die Gattin des ſich Bernard nennenden
Mannes ſei.
„Warum ſie den Namen Owenſon angenommen hatte und ſo großes Intereſſe für Ahrnells frühere Ehe
an den Tag legte, wußte man nicht, glaubte aber darauf mit Recht aus dem Unſtande ſchließen zu


