Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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deſſelben nur als eines alten Bekannten aus der Zeit ſeines Aufenthalts in England gedachte.

Der Polizeiinſpektor wollte eben noch einige wei⸗ tere Fragen ſtellen, als man ihm meldete, ein paar Polizeidiener haben einen entlaufenen Feſtungsſträf⸗ ling Namens Andersſon gepackt, welcher der Be⸗ ſchreibung nach wohl Niemand anders als die Perſon ſei, den man am Tage vor dem Mord um die Villa habe herumſchleichen ſehen.

Am Dienſtag las man in allen Stockholmer Zei⸗ tungen von dem gräßlichen Mord, welcher begangen worden war. Gleichzeitig folgte eine kleine Geſchichte von dem Ermordeten, welche folgendermaßen lautete:

„Vor einer Woche langte in Stockholm eine Dame von dunkelm Teint an, welche ſich Miſtreß Owenſon nannte. Sie ſtieg in einem der vornehmſten Hotels in der Königinſtraße ab, und ihre erſte Sorge war, Erkundigungen über einen ehemaligen Schreiber, Da⸗ niel Ahrnell, und deſſen Verwandtſchaftsverhältniſſe einzuziehen; inſonberheit war ihr ſehr daran gelegen, zu erfahren, ob ſeine Frau noch lebte, im andern Fall, wann ſie geſtorben wäre. Es ſchien indeſſen keine ſehr leichte Sache, ſich über die Verhältniſſe der fraglichen Perſonen Auskunft zu verſchaffen. Endlich gelang es dadurch, daß Gerda Ahrnells Name wohl bekannt war. Man vermochte auszukundſchaften, daß die Künſtlerin, Mamſell Ahrnell, die Tochter des erwähnten Daniel Ahrnell, und daß deſſen Frau vor ſieben Jahren mit Tod abgegangen war. Miſtreß Owenſon hatte ſich zum Zweck ihrer Nachforſchungen an einen geſchickten Juriſten gewendet, und da ſie

Schwartz, Ein Kind d. Arbeit. I. 14