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war gewöhnlich Alles ſauber und aufgeräumt, denn Niſſe beſaß einen großen Ordnungsſinn; heute aber ſah es hier ſehr wüſte aus. Die Kleider lagen rings⸗ herum zerſtreut, das Waſſer war auf dem Tiſche ver⸗ ſchüttet, und ein Stuhl lag umgeworfen auf dem Boden.
Calle blieb eine Weile und murmelte um ſich ſchauend:
„Sollte es irgend einen ſchwereren Zuſammen⸗ ſtoß zwiſchen Stina und Niſſe gegeben haben, daß er ſeines Wegs gegangen, ohne hier Alles an ſeinen rechten Ort zu bringen? In dieſem Fall wird wohl Stina ihre üble Laune an mir auslaſſen. Mag ſein! Ich habe mich nicht ſonderlich gefürchtet, da ich noch Lehrjunge hier war; viel weniger jetzt. Schade in⸗ deſſen, daß Niſſe ſich nicht entſchließen kann, Louiſe zur Frau zu nehmen und Stina nach einer Kammer zu ſchaffen, wo ſie ſich an ihrer eigenen Bosheit er⸗ götzen kann.“
Calle hatte unter dieſen Erwägungen ſich der Thüre genähert, welche dieſes Zimmer von demjenigen Stina's trennte. Er blieb jedoch ſtehen, ohne die⸗ ſelbe zu öffnen, denn von innen heraus ließ ſich hef⸗ tiges Schluchzen vernehmen.
„Was mag das bedeuten?— Sollte Stina ſich auf's Weinen verlegt haben?“
Er lauſchte; eine halb erſtickte Stimme äußerte ſich folgendermaßen:
„Nein, Stina, das ſage ich Ihr, ich halte es nicht länger aus, zu ſchweigen und mich von Niſſe ver⸗ kennen zu laſſen; ich bin durchaus gezwungen, mein


