Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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tiger Stimmung; er erlaubte ſich alſo Worte, welche Louiſe verletzten, ſo daß ſie in Thränen ausbrach und verſicherte, ſie fühle ſich jetzt weniger als je ge⸗ neigt, ihm zu ſagen, was ſie von einer Heirath ab⸗ hielte, ungeachtet ſie neun Jahre ihn treu geliebt hätte.

Zum zweiten Mal trennte ſich Niſſe von Louiſe, und zwar mit der Erklärung, wofern dieſelbe ihm den Grund ihrer Weigerung nicht angeben wollte, wäre es zwiſchen ihnen aus und vorbei.

Dieſer Auftritt hatte Tags zuvor ſtattgefunden, ehe Calle ſich zu ſeinem Bruder begab, um mit dem⸗ ſelben über Eines und das Andere ſich zu berath⸗ ſchlagen.

Calle trat in die Werkſtätte ein. Es war darin geputzt und aufgeräumt. Nur einer der Geſellen ſaß da und arbeitete auf eigene Rechnung.

„Iſt mein Bruder zu Hauſe?“ fragte Calle.

„Ich glaube nicht. Er ging dieſen Augenblick, wie mir dünkt, in die Kirche.“

„Dann iſt wohl Stina daheim,“ bemerkte Calle 1 näherte ſich der Thüre, welche zu Niſſe's Zimmer führte.

„Darauf kann der Herr ſich verlaſſen. Sie geht nicht in die Kirche, denn wenn der Meiſter aus dem Wege iſt, da hat ſie ihre Feierſtunde und kann nach ihrer Weiſe hantiren, ſo daß es eine wahre Luſt iſt, der Alten dabei zuzuhören.“

„Ja, ja, ich kenne dieſe Luſtbarkeiten,“ meinte Calle und lächelte bei der Erinnerung an alle die Püffe, womit Stina in dergleichen Feierſtunden ihm aufge⸗ wartet hatte.

Er begab ſich in ſeines Bruders Zimmer. Dort