er ſich von ſeiner Ueberraſchung ſo weit geſammelt hatte, daß er an den Tiſch vortreten konnte.
Der Profeſſor betrachtete den Brief mit ſichtbarem Intereſſe.
„Von wem rührt die Aufſchrift her?“ fragte er weiter, ohne Calle, welcher bei dieſen Worten die Farbe wechſelte, anzuſehen.
„Von einer Mamſell Ahrnell, welche ſonſt für Fräulein Hjort zu nähen pflegte,“ erwiederte Calle, um, wie er hoffte, mit einem Mal der Nothwendig⸗ keit, weitere Aufklärungen zu geben, überhoben zu werden.
„Für meine Schwägerin nähte,“ wiederholte der Profeſſor.
„Ja,“ entgegnete Calle, welcher vollkommen wußte wie gering der Profeſſor von aller Näharbeit dachte.
Schneider warf auch alsbald den Brief mit einer verächtlichen Bewegung und den Worten von ſich:
„Eine Näherin alſo, eine lebende Maſchine und nichts weiter.“
. Dann ſchaute er ſich noch einmal ringsum und ſetzte hinzu.
„Es ſieht aus, Guſtavsſon, als ob Sie auch in Ihren freien Stunden zu arbeiten pflegten. Hier ſind ja Dinge beiſammen, als ob man ſich in einem Atelier befände.“
Schneiders Augen richteten ſich auf den Schirm. Calle ſah, daß ſie auf demſelben weilten, und das Herz des jungen Mannes ſchlug ſo unruhig, als ob er eine Geliebte hinter demſelben verborgen gehabt hätte.
Der Profeſſor trat ein paar Schritte vor, wie wenn ſeine Abſicht wäre, nachzuſehen, was ſich hinter dem⸗


