Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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der Gattin Ahrnells ein Brief von Mr. Bernard unter die Augen gekommen wäre. Sie wird ihn jedoch nicht verrathen, aber ſowohl ſie als deren Tochter wünſchen Ihnen klar zu machen, daß Beide niemals eine Unterſtützung von Mr. Bernard an⸗ nehmen werden.

„Eine Warnung will ich noch beifügen: kehren Sie niemals nach Schweden zurück und hüten Sie ſich vor demjenigen, welcher mit dem von Ihnen be⸗ gangenen Verbrechen bekannt iſt. Hoffen Sie nicht, auf irgend eine Hingebung von Ahrnells Tochter rechnen zu dürfen. Sie wird ſich niemals für einen Vater opfern, welcher ſich ihrer Achtung und Liebe unwürdig gemacht hat.— Suchen Sie durch Men⸗ ſchenliebe und Güte gegen Unglückliche das Böſe, welches Sie gethan, wieder gutzumachen.

„Für Sie zu beten, iſt Alles, was diejenige ver⸗ mag, welche den Namen trägt

„Gerda Ahrnell.“

W.

Frau Ahrnell lag in einen todesähnlichen Schlummer verſenkt, als Gerda dieſe Worte ſchrieb. Nachdem ſie den Brief zuſammengelegt und die Adreſſe darauf geſetzt hatte, ging die Thüre auf und Calle trat ein.

Er hatte während der Krankheit von Frau Ahrnell ſeinen frühern Nachbarinnen die größte Anhänglich⸗ keit und Theilnahme bewieſen.

Die lahme und ſehr geſchwächte Frau erwachte bei Calle's Eintritt nicht; dieſer nahm leiſe neben