Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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genugſam kennen gelernt haben, um einzuſehen, daß ich nicht der Mann bin, mit welchem ſich ſpielen läßt. Ich fühle mich gewiß tief betrübt über den Eindruck, welchen Bernards Schreiben auf Ihre Mutter her⸗ vorgebracht hat, aber ich muß dennoch die Frage an Sie richten, ob Sie ſich nicht ſelbſt als die eigentliche Urheberin von Frau Ahrnells Krankheit zu betrachten haben, da Sie um einer ebenſo hoffnungsloſen als unverſtändigen Neigung willen Ihre eigene und Ihrer Mutter Zukunft geopfert haben. Ich bitte Sie, ſich noch einmal zu beſinnen, denn ich kann nicht da⸗ für ſtehen, was noch weiter folgen wird, im Fall Sie mir ferner noch Ihre Hand verweigern.

Gerda las den Brief ihrer Mutter vor, und als ſie fertig war, rief dieſelbe:

Sende das Geld zurück, Gerda; ich will lieber ſterben, als etwas von ihm ihm annehmen. Was Strömbergs Drohungen betrifft, ſo ängſtige Dich darum nicht. Strömberg hat uns wahnrſcheinlich ſo viel Böſes angethan, als er vermochte; und ein Mann, der wehrloſen Frauen ſchaden will, taugt nicht zum Gatten für Dich.

Gerda ſagte nichts, aber ſie empfand eine ſo tiefe Erbitterung gegen Strömberg, daß ſie eher jedes Leid über ſich genommen, als zwangsweiſe zu einer ver⸗ haßten Ehe mit ihm ſich hergegeben hätte.

Sie ſchrieb deßhalb folgende Zeilen zur Antwort:

Herr Strömberg!

Als es noch in meiner Macht ſtand, meine Mutter vor dem bittern Schmerz, welcher ſie nunmehr be⸗ troffen hat, zu ſchützen, fühlte ich mich geneigt, meine Perſon zu opfern, um einen unedlen Kampf, welcher