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gab ſie der Mutter die liebevollſte Verſicherung, daß ſie ihr nichts zu verzeihen habe.
Mutter und Tochter begannen hierauf von dem Briefe zu reden. Daß Gerda die Handlungsweiſe des Vaters in dem möglichſt vortheilhaften Lichte darzuſtellen ſuchte, verſteht ſich von ſelbſt; darum verſchwieg ſie auch ſorgfältig, daß ſie von dem Ver⸗ brechen, welches er begangen, einige Kenntniß hatte.
Marianne und Gerda empfanden einen gleich⸗ mäßigen Widerwillen dagegen, etwas von Bernard zu ihrem Unterhalt anzunehmen. Gerda ſchauderte bei dem Gedanken zurück, irgend einen Theil von dieſem Blutgelde ſich aneignen zu müſſen.
Eines Tags, als Gerda wie gewöhnlich die Nodel ohne Raſt und Ruhe in Bewegung ſetzte, und Ma⸗ rianne unthätig auf dem Sopha lag, langte ein Brief von dem Fabrikbeſitzer Strömberg an.
Er hatte während der Zeit, da Marianne krank darnieder lag, öfters hergeſchickt und ſich nach ihrem Befinden erkundigt und auch einige Mal ſchriftlich alle Hülfe, deren ſie bedürfen möchte, angeboten.
Der Brief, welchen Gerda jetzt empfing, enthielt zweihunderifünfzig Reichsthaler oder, wie er ſchrieb, den Betrag des erſten Quartals von der Penſion, welche Mr. Bernard für Frau Ahrnell ausgeſetzt
atte. Weiter erinnerte er Gerda an die Worte,
welche ſie ſich hatte entſchlüpfen laſſen, als ſie den Wunſch ausdrückte, den Streit zwiſchen ihnen beiden beendigt zu ſehen.
„Sie wiſſen,“ ließ er ſich unter Anderm ver⸗
nehmen,„durch welche Mittel Sie denſelben zum
Schluß bringen können; aber Sie ſollten mich auch


