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geweſen, ſo hätte der folgende Tag ſie leicht dahin bringen können, an Gottes Güte zu zweifeln; aber bei Gerda hingen die Liebe zu Gott und der Glaube an ſeinen Schutz nicht von den Umſtänden ab, ſon⸗ dern waren ſo Eins mit ihrer Seele geworden, daß keine Prüfung, ſo hart ſie auch ſein mochte, dieſelben zu erſchüttern im Stande war.
II.
Der Vormittag war noch nicht weit vorgeſchritten, als die Thüre zu der Wohnung der Wittwe aufging und der Fabrikbeſitzer Strömberg eintrat.
Gerda empfand bei ſeinem Anblick ein peinliches Gefühl von Unruhe; aber es verſchwand augenblick⸗ lich, als ſie ſich erinnerte, daß er wahrſcheinlich ge⸗ kommen ſei, um die Rechnung von der neulich an Frau Holm für die kleine Eliſe gelieferten Arbeit in Richtigkeit zu bringen.
Strömbergs Benehmen gegen Gerda und Marianne war weder kälter noch ſtolzer, als ſonſt. Er kam, um ſeine Schuldigkeit zu bezahlen, und nachdem er mit Marianne die Sache abgemacht hatte, erkundigte er ſich nach Frau Ahrnells Geſundheit und ertheilte ihr einige gute Rathſchläge in Bezug auf das nervöſe Wechſelfieber, an welchem Marianne im Herbſt und Frühjahr zu leiden hatte.
Gerda's Unruhe vermehrte ſich, je länger der Fabrikbeſitzer blieb. Eine Ahnung flüſterte ihr zu, es geſchehe nicht ohne Abſicht, daß er ein längeres Geſpräch über Marianne's Kränklichkeit einleitete.


