Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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Zeit entgegen, wo die Mutter zur Arbeit ganz un⸗ tüchtig würde und ſie ſelbſt dann allein für beide zu ſorgen hätte. Die Näharbeit wurde dann ungenügend; ſie war deßhalb genöthigt, ſich irgend einige Kenntniſſe zu erwerben, wodurch ſie ſich ſo viel zu verdienen vermochte, daß ſie ohne Unruhe an den morgenden Tag denken durfte.

Mutter und Tochter waren gerade darüber einig ge⸗ worden, daß Gerda ihre Erſparniſſe zu dieſem Zweck an⸗ wenden ſollte, als es an die Thüre klopfte und Carl Guſtavsſon eintrat.

Gerda erklärte es unbezweifelt für eine glückliche Fügung des Schickſals, daß er gerade dieſen Augen⸗ blick erſchienen wäre, nachdem ihre Gedanken den ganzen Tag ſich ihm zugewendet hätten.

Calle lächelte und erröthete bei dieſer Aeußerung aus dem Munde eines ſtrahlenden, ſchönen Mädchens.

Gerda kam ihm reizender als je vor. Ihre Augen ſchimmerten von wunderbarem Glanze.

Er fragte ſie, aus welchem Grunde ſie an ihn gedacht hätte, und Gerda gab zur Antwort, das wäre aus reinem Egoismus geſchehen.

Nachdem ſie und ihre Mutter beim Schein der Lampe die von der Dämmerung unterbrochene Arbeit wieder aufgenommen hatte, erzählte Gerda, wie ſie an dem Tage ihrer Begegnung auf dem Kirchhofe auf dem Wege zu dem Paſtor Z. begriffen geweſen, um ſich bei demſelben bezüglich ihrer Zukunft Raths zu erholen. Sie wünſche nämlich etwas zu lernen, wodurch ſie mehr als jetzt verdienen könnte. Der Tod habe ihr in Paſtor Z. einen Rathgeber geraubt, aber das Schickſal anſtatt ſeiner ihr Calle in den

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