der Zeit zu trotzen ſcheinen.
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mann und ausgezeichneten Maler, Capitain Ström, vorſtellen zu dürfen.
Martha gab ihre Einwilligung dazu; als der Vorhang beim Schluß des dritten Acts fiel, fand ſich der Miniſter mit Capitain Ström ein, welcher in ſeiner doppelten Eigenſchaft als Militär und aus⸗ gezeichneter Künſtler auf den zuvorkommendſten Em⸗ pfang von Martha rechnen durfte.
Ström war hochgewachſen und ſchlank, mit einem im höchſten Grade militairiſchen Aeußern.— Im Knopfloch trug er das Band der Ehrenlegion.
Der Miniſter hatte Martha mitgetheilt, daß Ström Capitain in franzöſiſchen Dienſten ſei und am Kriege in Algier theilgenommen hatte; als die⸗ ſer zu Ende geweſen, hätte er ſeinen Abſchied ge— nommen.
Seit der Zeit widmete er ſich ausſchließlich der künſtleriſchen Laufbahn und hatte nicht allein in Frankreich, wo er anſäßig war, ſondern auch in Eng⸗ land und in dem übrigen Europa ſich einen großen Ruf als Schlachtenmaler erworben.
Dieſe kurze Schilderung des Mannes, ſowie der Umſtand, daß er durch Marthas Schönheit ſo frap⸗ pirt geworden ſei, daß er deßhalb ihr vorgeſtellt zu werden wünſchte, bewirkte, daß Martha, trotz ihrer ſchlechten Laune, den franzöſiſchen Schweden mit ver⸗
bindlicher Artigkeit empfing.
Es war unmöglich das Alter Ströms zu be⸗ ſtinmen: Er konnte ebenſo gut einige und dreißig wie einige und vierzig Jahre alt ſein, denn er hatte eines derjenigen Geſichter, welche den Verheerungen


