Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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lohnte, lag zu ihren Füßen das Bonquet Lord Ca⸗

ſtertons. Einige Minuten darauf bot der Lord

ſeiner Frau den Arm und ſie verließen die Loge. Miſtriß Brow blieb bis zum Schluß der Oper.

Es gab indeſſen Niemanden, der bis zu einem ſolchen Grade von Edwins und Elviras Auftreten in der Loge überraſcht wurde, wie Martha.

Sie hatte ſich darauf vorbereitet, einen Sieg zu feiern und jetzt wurde es eine Niederlage.

Sie hatte kurz bevor Elvira in der Loge er⸗ ſchien ihre aufwartenden Cavaliere verſichert, daß ſie mit Sicherheit wiſſe, Lady Caſterton und die aus⸗ ländiſche Sängerin ſei dieſelbe Perſon.

Wie graufam wurde ſie nicht in ihrem Trium⸗ Phe über eine verhaßte Rivalin getäuſcht, als Ma⸗ dame M, ſtatt derjenigen, welche ſie zu ſehen er⸗ wartete, auf die Bühne trat.

Madame M entzückte das Publicum mit ih⸗ rem Geſang, ſo daß Diejenigen, welche um des Scandals willen gekommen, ihren Verdruß vergaßen und von ihren Tönen hingeriſſen wurden.

Es gab indeſſen keinen Geſang oder überhaupt Etwas, welches Martha wegen der falſchen Rech⸗ nung, die ſie gemacht, zu tröſten vermochte.

Als ſie den Lord und Elvira zuſammen ſah, hätte ſie große Luſt gehabt, nach Hauſe zu fahren, aber ſie blieb, um ſich nicht zu verrathen.

Am Schluß des dritten Acts trat der ſchwediſche Miniſter in die Loge Marthas, um dieſe zu be⸗ grüßen. Er bat ſie um Erlaubniß, ihr einen Lands⸗