Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Sobald die Marquiſin ihren letzten Seufzer aus⸗ geathmet und ich mich von dem Schmerz erholt hatte, war auch mein Entſchluß gefaßt.

Elvira hielt inne. Das leiſe Zittern ihrer Lip⸗ pen zeigte, daß ſie deßhalb ſchwieg, weil die innere Bewegung im Begriff war ſich Luft zu machen.

Und dieſer Entſchluß, worauf bezieht er ſich? fragte Edwin, welcher mit unerſchütterlicher Be⸗ harrlichkeit Elvira betrachtete.

Ihnen eine Eheſcheidung vorzuſchlagen.

Edwin ſchwieg.

Als Elvira keine Antwort erhielt, hob ſie wie⸗ er an:

Die Marquiſin iſt todt und damit das einzige wirkliche Band, welches uns vereinigte, zerriſſen. Aus Scham vor ihr ertrugen wir beide die Kette, die uns an einander feſſelte, obgleich wir gleich nach den erſten Wochen unſerer Ehe einſahen, daß wir auf beiden Seiten einen entſetzlichen Mißgriff ge⸗ macht, als wir aus weltlichen Beweggründen unſere Geſchicke vereinigten. Jetzt, Mylord, ſehe ich nicht ein, warum wir fortfahren ſollen, die Rolle von Gatten zu ſpielen. Laßt uns lieber dieſer unwürdi⸗ gen Comödie ein Ende machen. Dadurch, daß wir die Freiheit erlangen, haben wir ja beide die Mög⸗ lichkeit vor uns, doch noch einmal glücklich wer⸗ den zu können. Sie ſind jetzt in ausſchließlichem Beſitz von dem Vermögen der Marquiſin und brau⸗ chen mich nicht mehr; ich meinerſeits habe Ih⸗ ren Namen beſeſſen und gebe Ihnen gern denſelben zurück, nachdem ich die Erfahrung gemacht, daß der Name nicht im Stande iſt, Glück zu bringen.