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— Wahr, und ich glaube wirklich in Allem ſo gehandelt zu haben, daß ich mich in dieſem Falle keiner ſtrafbaren Handlung ſchuldig gemacht;— aber, Mylord, Sie, der Sie mich ſo ungerecht an⸗ klagen, ohne dem wahren Verhältniſſe nachzuforſchen, Sie, der Sie ſo große Anſprüche machen, daß Sie mit der größten Strenge Fehler aburtheilen, welche nicht begangen worden ſind, haben Sie immer der Stimme der Ehre und der Pflicht gehorcht? Ich werfe dieſe Frage auf, aber ich mache keiſe Ankla⸗ gen und fälle kein Urtheil über Sie. Mögen Sie ſelbſt urtheilen, wenn Sie in einem ruhigeren Au⸗ genblick dieſe Briefe durchleſen.
Glira ging hin nach ihrem Schreibtiſche, nahm ein Paquet Briefe, das dort lag, und reichte ſie Ed⸗ win, indem ſie hinzufügte:
— Der Inhalt dieſer Briefe iſt mir bekannt ge⸗ weſen ſeit dem Tage, wo die Marquiſin krank wurde. Ich habe durch dieſelben erfahren, daß Sie ein an⸗ deres Weib liebten, daß das Band, welches Sie mit mir vereinigt, eine Verdammniß für Sie iſt und daß Sie an mich nicht ohne Bitterkeit denken können.
Ich weiß, daß das größte Glück, welches Sie ſich wünſchen, das wäre, frei zu werden, damit Sie eine Verbindung ſchließen könnten, welche mehr mit den Wünſchen ihres Herzens übereinſtimnte.— Dieſes haben Sie niedergeſchrieben. Ich fühle alſo, falls ich es nicht früher gefühlt, daß, wenn ich, als ich jetzt krank war, geſtorben wäre, mei Tod die Be⸗ förderung Ihres ues geweſen, und dann das einzige Hinderniß aus dem ege geräumt ſein würde, welches zwiſchen Ihnen und dem Glück ſteht.


