Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Sie Ihre Worte und vergeſſen Sie nicht die Ach⸗ tung, welche ich ein Recht zu fordern habe!

Ich vergeſſe ſie ebenſo wenig wie diejenige, die ich meinem Namen ſchuldig bin. Sie haben gewünſcht, getrennt von mir zu leben; ich bin dar⸗ auf eingegangen; aber die Bedingung war, daß Sie wohl über meine Ehre wachen ſollten. Sie ſa⸗ gen, daß Sie nicht mehr als einmal mit Herrn Bro⸗ gren zuſammengetroffen ſind. Sie ſind ihm indeſſen eines Abends bei Ihrer Amme begegnet, und ich habe ſelbſt mit meinen eigenen Augen geſehen, als er ſich von der zweiten Zuſammenkunft mit Ihnen entfernte. Trotzdem habe ich während der Krank⸗ heit meiner Tante nichts davon ſprechen wollen, und habe auch nichts geſagt, ſo lange Sie ſelbſt krank waren; aber jetzt dürften Sie entſchuldigen, daß ich Ihnen meinen Wunſch ausſpreche, Sie möchten künf⸗ tig weniger unbeſonnen ſein.

Elvira betrachtete ihn mit einem kalten Blick. Sie hatte ihn bis zum Ende reden laſſen; aber an

dem Auf⸗ und Abwogen ihrer Bruſt ſah man, daß

es darin nicht ſo ruhig ſei, wie es der Blick zeigte. Was iſt Ihre Abſicht, indem Sie mir das ſagen, was Sie mir jetzt geſagt? fragte ſie. Sie zu bitten, in der Zukunft vorſichtiger zu ſein, falls Sie entſchloſſen ſind, fortwährend von Ih⸗ rem Manne getrennt zu leben ünd zwiſchen ihn und

Sie Länder und Meere zu legen, antwortete Ed⸗

win in einem weniger harten Ton. Den Gefüh⸗ len kann man nicht gebieten, aber wohl den Hand⸗ lungen, ſo daß ſie nicht mit Ehre und Pflicht in Streit gerathen.

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