richtete, welche lauter Liebenswürdigkeit war und die Converſation in Gang zu halten verſtand.
Als man vom Tiſche aufſtand, zog Elvira ſich in ihre Zimmer zurück.
Am Morgen darauf ließ Lord Caſterton anfra⸗ gen, ob Elvira ihn empfangen wollte.
Der Bediente hatte kaum ſeinen Auftrag aus⸗ gerichtet, als der Lord ſelbſt eintrat, und dieß bevor Elvira noch eine Antwort gegeben.
Die junge Frau ſaß an ihrem Schreibtiſch; ſie hatte neben ſich einen Bündel Briefe. Als ſie Ed⸗ win erblickte, ſtand ſie ſofort von ihrem Platze auf.
— Ich habe nicht die Erlaubniß abgewartet, Sie beſuchen zu dürfen;— ſagte Edwin, als der Bediente ſich entfernt,— weil ich überzeugt war, daß Sie ſich nicht weigern würden, mich zu empfan⸗ gen.— Die Unterredung, welche ich verlangt, habe ich ſchon lange zu erhalten gewünſcht, aber aus Furcht, daß Ihre Geſundheit zu ſchwach ſei, habe ich mir dieſelbe nicht ausbitten wollen. Ich hoffe jedoch, daß Sie jetzt Kraft genug beſitzen, um mit mir irgend welches Thema verhandeln zu können.
— Ich bin deſſen ſelbſt vollkommen gewiß,— antwortete Elvira und trug ihren reizenden Kopf ſo hoch wie eine Königin, welche einem Unterthanen eine Audienz gewährt.— Auch ich, Mylord,— fügte iePhinit,— hätte Ihnen Etwas zu ſagen, und als Sie eintraten, war ich gerade im Begriff, es ſchriftlich zu thun.


