Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Dieſes und vieles Andere bewirkte, daß Elvira mit einem eigenen unangenehmen Gefühl dem Zu⸗ ſammentreffen mit ihrem Manne entgegen ſah. Sie ſagte es freilich Niemanden; aber als Armida wollte, daß ſie, dem Wunſche des Doctors gemäß, ihre Zim⸗ mer verlaſſen ſollte, antwortete ſie jeden Tag:

Noch nicht! Ich will ein wenig warten.

Elvira wünſchte und hoffte, daß Edwin, ſeit er vom Doctor erfahren, daß ſie beſſer ſei, zu ihr hin⸗ einkommen würde.

Sie hoffte und wartete vergebens.

Fragen, welche auf den Lord Bezug hatten, that ſie nie, und Armida brachte auch keinen Gruß von ihm. Der Doctor that es freilich; aber das war ja nur eine Formalität.

Armida fuhr fort, Elvira mit der größten Er⸗ gebenheit entgegenzukommen. Sie ſchmückte ihr Krankenzimmer mit Blumen, ſchaffte ihr intereſſante Lectüre, die ſie ihr laut vorlas und gab ihr tau⸗ ſend Proben ihrer Zuneigung und Freundſchaft.

Es war endlich Armida, welche durch ihre Be⸗ harrlichkeit Elvira bewog, dem Rathe des Arztes gemäß eine Promenade im Park zu machen.

Die Mittagsſonne ſchien ſo ſanft, und die Luft war ſo warm und mild, daß man ſich im hohen Sommer wähnen konnte.

Elvira wanderte, auf Armidas Arm geſtützt, nach dem Strande.

Dabei paſſirten ſie über den Platz wo Elvira und Carl ihre letzte Unterredung gehabt hatten.

O, wie viele bittere und ſchmerzliche Augenblicke hatte nicht dieſe letzte Unterredung ihr veturſacht!