Als Elvira wieder geneſen war, waren einige Wochen an dem Grabe der Marquiſin vorüberge⸗ ſchritten, welche dem gegen Edwin ausgeſprochenen Wunſche gemäß auf dem Kirchhofe von Tunaaaker, wozu Timaſjö gehörte, beſtattet worden war.
Die Marquiſin hatte geäußert:
— In England will ich nicht, daß mein Staub ruhen ſoll. An der Seite Deines Vaters liegt ſeine Gattin. Ich bin deshalb hieher gereist, um zu ſterben.— Dort in der Heimath gibt es kein Herz, welches mich liebt; Du, Edwin, haſt es nie gethan; aber hier gibt es Eine, welche nicht mit Gleichgül⸗ tigkeit an meinem Grabe vorübergehen wird, und darum will ich den ewigen Schlaf in der Erde ihrer Väter ſchlafen.
September Monat war weit vorangeſchritten, als Elvira zum Erſtenmale ihre Zimmer verließ.
Sie war jetzt vollkommen geſund und hatte meh⸗ rere Tage die Erlaubniß des Doctors gehabt, eine Promenade zu machen, aber trotzdem es mehrere Tage aufgeſchoben.
Es war, als wenn es Elvira an Muth fehlte, Caſterton wiederzuſehen.
Sie hatte ihn ſeit den erſten Tagen ihrer Krank⸗ heit nicht geſehen. Sie wußte, daß Oberſt Stangen⸗ ſtöld mit Tochter einen Beſuch auf Timaſjö abge⸗ ſtattet hatten. Sie hatten ihre Karte zu ihr hinein⸗ geſchickt; aber als bettlägerig konnte ſie ſie natürlich nicht empfangen.
Edwin hatte es ſtatt ihrer gethan, und Armida theilte ihr mit, daß ſie den Beſuch ſo viel als mög⸗ lich verlängert hätten.


