ſo freundlich gegen Dich iſt und Dich ſo lieb hat. Ja, ja, Kindchen, ſie verdient es wohl, daß Du gegen ſie mit dem Fuß in den Boden ſtampſt.*
Bromer ſchwieg, und Lotta beugte ſich herab, um ihre Bewegung zu verbergen. Die Kleine kaute an den Nägeln und blickte ſcheu von unten hervor.
— Wenn Dadda nicht ſo böſe gegen Dich gewe⸗ ſen wäre,— fuhr Bromér fort,— ſo hätte ſie heute Abend Dich und mich nach Haga begleiten dürfen; aber jetzt wird ſie wohl zu Hauſe bleiben müſſen, während Du und ich fortfahren, und das mit Recht.
Jetzt war es vorbei mit Elvira; ſie ſprang auf Bromér zu, warf ſich um ſeinen Hals und bat ihn, daß er nicht ſo ſprechen möchte, denn es wäre gerade ſie, Vira, welche ſich ſo ſchlecht betragen. Ja, ſie wäre ſehr, ſehr häßlich geweſen, und verdiente gewiß nicht, daß ſich Jemand um ſie kümmerte.
Elvira war in dieſem Augenblick ebenſo liebens⸗ würdig, wie ſie im Augenblick vorher böſe und un⸗ erträgiich geweſen; und Bromérs Geſicht glänzte auch vor Vergnügen, als das Mädchen von ihm zu Lotta hinſprang, um ſie zu bitten, nicht verdrießlich zu ſein.
Eine Stunde ſpäter hatte Lotta Elvira ihre al⸗ lerbeſten Kleider und einen neuen Nanking⸗Kragen angezogen, welchen Bromér mit nach Hauſe gebracht, worauf alle drei hinuntergingen, um in einem Wa⸗
gen Platz zu nehmen, der vor dem Thore hielt.
Elvira war überglücklich. Sie klatſchte vor Ent⸗ zücken in die Hände, als ſie bei Haga ausſtiegen, und ſie dort frei und ungezwungen herumſpringen, Blumen pflücken und Schmetterlinge fangen durfte.
Bromér hatte ſich auf eine Vont geſetzt und


