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einem großen Koffer. Durch eine Scheibe an der Thüre bekam es Licht von dem großen Zimmer.
Als Bromér, nachdem er es für das Kind und deſſen Wärterin ſo bequem als möglich zu machen geſucht hatte, in dieſen Winkel eintrat, ſetzte er ſich aufs Bett, ſtützte den Kopf auf die Hände und fiel in Gedanken. Der Schein eines dünnen Talglichts, welches in eine Flaſche geſteckt war, warf ein melan⸗ choliſches Licht auf den Grübler und ſchien mit ſei⸗ nem langen, rauchenden Docht an den wenig ange⸗ nehmen Gedanken theilzunehmen, welche ſich in ſeiner geſenkten Stirne bewegten.
Eine ganze Stunde verfloß, ohne daß er ſeine Stellung änderte.
Endlich ſtand er auf und trat hin zu dem großen Koffer, den er öffnete, und aus welchem er ein Ta⸗ ſchenbuch herausnahm. Es war nicht beſonders dick.
Bromer legte das Taſchenbuch auf den Stuhl, auf welchem das Licht ſtand, und fing dann an, auf der Bettkante ſitzend, den Inhalt nachzuzählen. Ob⸗ gleich er zweimal die Banknoten vor ſeine Augen ausbreitete, konnte er doch nicht eine höhere Summe als 540 Reichsthaler herausbekommen. Als er die beſchmutzten Papierlappen zum zweitenmale unter⸗ ſucht und genau geglättet hatte, legte er ſie wieder mit einem Seufzer in ſein Taſchenbuch und ſagte für ſich:
— Wie vielen Entſagungen habe ich mich nicht unterworfen, um dieſe kleine Summe zuſammen zu bringen? Wie feſt war nicht mein Beſchluß, dieſelbe nicht anzurühren?— Jetzt ſcheint es indeſſen, daß


