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Mütze abgenommen, ſondern ſtand da vom Regen triefend und heftete unausgeſetzt ſeine Augen auf die Gäſte, welche er in ſeine Wohnung eingeführt hatte; von ſeinem Geſicht konnte man nichts mehr, als die Augen ſehen, welche jetzt einen wunderbaren Glanz beſaßen.
— Iſt das Kind ein Knabe, oder ein Mädchen?— fragte er nach einer Weile und ſtellte das Licht weg.
— Ein Mädchen,— war die Antwort.
— Gottlob!— murmelte der Mann, wie mit ſich ſelbſt ſprechend.
Er nahm jetzt den Rock und die Mütze ab und ging dann in ein hinteres kleines Zimmer hinein.
Das Weib hatte ſich auf einen Schemel geſetzt und hielt das Kind auf den Knieen, welche es in Schlaf lullten, während die Thränen immer reichlicher und reichlicher über die jungen und blühenden Wan⸗ gen floſſen.
Der Mann hatte indeſſen Feuer angemacht, wor⸗ auf er ſich dem jungen Weibe gegenüber ſetzte.
— Nun, Lotta, theilen Sie jetzt Alles mit!— ſagte er.
— Ach, Herr Bromér, es gibt nicht viel zu er⸗
zählen. Zwei Stunden nach der Geburt des Mäd⸗
chens ſtarb die Mutter. Sie entſchlief ganz ſtill, ohne Schmerzen, und ihre letzten Worte waren: „Lotta, nehme mein kleines Mädchen in Deine Obhut und bitte Herrn Bromér, ſein Wort zu hal⸗ ten! Gott erbarme ſich meines unglücklichen Kindes und deſſen unglücklichen Vaters!“ Als ſie dieß geſagt hatte, ſprach ſie nicht mehr. Eine halbe Stunde darauf war es vorbei; vor⸗


