Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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und du mein gutes Mütterchen ziehſt mit uns, Blon⸗ dine wird dich mit kindlicher Liebe pflegen und dir den Reſt deiner Jahre verſüßen.

Die alte Frau weinte Freudenthränen.

Gott ſegne Euch, meine Kinder, ſtammelte ſie gerührt,er wolle ſeine Gnade über Euch walten, und gluͤcklich mit einander leben laſſen.

Dann hob ſie den kleinen Enkel auf ihren Arm, der kleine Burſche war ſo munter, das Fahren in dem ſchönen Wagen, die hübſchen Pferde, alles das hatte ihm ſo gut gefallen. Er war dem Manne mit den großen Schnurrbarte ſo gut geworden und nannte ihn bereits ein Mal über das andere ſeinen lieben Papa, was jenem unbeſchreibliche Freude machte. Er herzte und füßte ihn dann ſo derb, daß der kleine Mann zuweilen unwillig wurde und ihn beim Schnurrbarte zupfte, was dem andern nur noch

mehr Ergötzung gewährte.

Johannes erfuhr durch ſeine Mutter, daß ein ſehr ſchönes Freigut in der Nähe zu verkaufen ſei, er beſchloß daſſelde zu beſeben und fuhr am nächſten Tage nach W.. Das Gutgeſiel ihm und er kaufte daſſelbe nach drei Wochen für den Preis von 20,000 Thaler, worauf ihm noch immer ein anſehn⸗ Kapital zur vollſtändigen Einrichtung übrig

lieb. 3 Acht Tage ſpäter war Hochzeit und da gings dann im Herrenhauſe zu W. 2. gar luſtig zu, die Dorfbewohner hatten von dem neuen Grundherrn einen freien Abend erhalten, das heißt, er hatte ſie zu einem frugalen Mahle eingeladen, wobei es an nichts fehlte. Kuchen und Bier, aber keinen Brand⸗ wein, denn Johannes wollte nüchterne Gäſte haben und das war ein vernünftiger Gedanke, es ging ſo