Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Ach ja, verſetzte Georg,meine ghieurin iſt erfrankt, und wünſcht eine weibliche Pflege. Wollt Ihr nicht Jemand herauf ſchicken, der ihr beim Aus⸗ kleiden behülflich iſt.

Ich habe Niemand, als meine Tochter, ſagte Salomo,und die bedarf ich nothwendig unten.

Nun ſie mag ſogleich wieder gehen, verſetzte Georg,das heißt, ſobald ſie die gnädige Freifrau zu Bett gebracht haben wird.

Georgine erhielt jetzt von ibrem Vater Befehl, dem Diener nach dem Zimmer der Reiſenden zu folgen, was auch ſogleich geſchah.

Oben bei der Thür angekommen, ließ Georg das Mädchen zuerſt eintreten, worauf er ihr folgte und

die Thür hinter ſich verſchloß.

Georgine wurde verlegen.

Was ſoll das bedeuten? ſagte ſie ſi

Das ſoll ſo viel bedeuten, daß Sie, ſchöne Jungfrau, vor Tagesanbruch nicht wieder hier heraus kommen. Wir wollen offen gegen einander ſein, fuhr er fort,alſo hören Sie. Ihr Vater, begann er nach einer kurzen Pauſe,iſt, meiner Ueberzeugung nach, der ſchlechteſte Kerl auf Gottes Erde; er hat vorhin mit ſeinem bei ihm ſitzenden Genoſſen einen Plan zu unſerer Beraubung, ja zu unſerer Ermordung entworfen; dieſen Plan will ich ſcheitern machen, dadurch, daß ich Sie, ſchönes Kind, als Geißel für unſere Sicherheit hier zurückhalte. Ich ſchwöre es Ihnen zu, daß wenn Jemand es wagen ſollte ſich

dieſer Thür zu nähern, ſo ſind Sie verloren, dieſe Piſtolen ſind geladen und werden ihr Ziel nach Ih⸗

rem Herzen nicht verfehlen; ſetzen Sie ſich dort in jene Ecke, Sie werden 2igi lbe nicht eher uſen