356 ——— . Ihr werdet bald mit ihnen ſertig ſein, hatte Salomo geſagt. Herr und Diener ſind ſchnell auf⸗ geräumt, von der Dame nicht erſt zu reden. 3 Es iſt gut, punkt zwölf Uhr ſind wir da, und ſollſt deinen Antheil haben, hatte der Fremde erwidert.
„Das iſt entſetzlich, das iſt gräßlich,“ ſtöhnte die Freifrau, wobei ſie ſich einer Ohnmacht nahe fühlte.„O Gott, rette uns aus dieſer Noth!“
Der Freiherr von Rautenſtein ging im ſtummen Nachdenken auf und ab, er ſann über ſeine Rettung nach, ohne jedoch einen Plan auszudenken, von wel⸗ chem er glücklichen Erfolg hoffte.
„Ich hab's!“ rief Georg,„und das wird geben, ganz gewiß es geht, gnädiger Herr.“
„Nun mein lieber Georg, was willſt du thun?“ frug der Freiherr.
„Laſſen Sie mich handeln,“ verſetzte der gute Burſche,„ich wette mein Leben, daß mein Plan ge⸗ lingen wird.“
XXXV. 68 Ein Anterpfand zur Sicherheit.
Georg eilte hinweg und begab ſich abermals 4 das Schenkzimmer, wo der alte Salomo noch mi⸗ ſeinem Gaſte im Geſpräch begriffen war. Er machte bei ſeinem Eintreten abſichtlich viel Geräuſch, in Folge deſſen die Unterredung der Beiden ſofort ab⸗ gebrochen wurde. „Iſt Ihnen etwas gefällig, mein Freund?“ ſagte Salomo in näſelndem Tone.
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