„Mutter, verbergt mich, ſonſt bin ich gewiß am längſten frei geweſen,“ ſagte er.„Die Beamten kommen wahrſcheinlich nicht in der beſten Abſicht hier⸗ her. Seht nur, ſie kommen auf die Thüre zu. Ich will in den kleinen Stall hineinkriechen, welcher an den Hausflur ſtößt, und während ſie eintreten, will ich durch die Oeffnung deſſelben ins Freie hinaus⸗ ſpringen und entfliehen.“
„Die Mutter beeilte ſich, den Sohn in ſeinem Vorhaben zu unterſtützen. Schnell hatte ſie die Thüre geöffnet, der Bube huſchte wie der Wind über den Flur und in den Stall hinein, deſſen Eingang Leonore verſchloß. Dann begab ſie ſich nach dem Wohnzim⸗ mer zurück.
Es dauerte nicht lange, ſo traten die beiden Gensd'armes ein. Auf deren Fragen nach Lorenz gab ſie zur Antwort, ſie wiſſe nicht, wo ſich derſelbe umhertreibe, indem er ſchon ſeit längerer Zeit vom Hauſe abweſend geblieben ſei.
Die beiden Beamten ſchienen dieſer cunn wenig Glauben ſchenken zu wollen.
„Wir kennen Euch nur zu gut,“ ſagte einer vvn ihnen zu Leonoren,„und wiſſen, was wir von de gleichen Reden zu halten haben. Wir wollen fort eine Hausſuchung anſtellen, vielleicht gin


