mein Kind zu laſſen, deſſen Entfernung mich bis zur . Verzweiflung bringen würde.“ „Dein Verlangen ſoll erfüllt werden, Blondine,“ ſagte der Richter,„und überhaupt wird deine Haft nur noch von einer ſehr geringen Dauer ſein. Doch jetzt erfülle dein Verſprechen!“ Blondine nannte den Namen ihres Bruders. „Und kannſt du es beſchwören, daß dir etwas dergleichen vorgekommen iſt und daß du uns die Wahrheit geſagt haſt?“ Die Gefragte bejahte es mit einem Seufzer. „Nun denn, ſo wollen wir zur Vereidung ſchrei⸗ ten.“ Bald darauf erhielt Blondine ihr Kind, obwol ſie noch nicht frei gelaſſen wurde. Noch in derſelben Stunde wurden zwei Gens⸗ d'armes abgeſchickt, um den jungen Lorenz in der Wohnung ſeiner Mutter zu verhaften.
XV. Eine glückliche Aucht. Leonore, die Wittwe des Egidius, befand ſich mit Lorenz allein in ihrer Wohnung. Der Letztere


